Argentinische Kunst (deutsch)

Argentinische Künstlerinnen und Die Natur in Deutschland: Ihr Werk

„Desapariciones – Verschwinden“ ist eine Gemeinschaftsausstellung unter Beteiligung von Patricia Indij, Mirta Córdoba, María Elena Alisio, Martha Chiarlo, Emilia Salgado, Adriana Perez, Laura Lopez und Mariellage, großartigen Künstlerinnen die am 4. Mai 2014 um 17h30 in den Räumen der „Brillenlounge by Wyremba“ in Neustadt / Aisch ihre von der Kuratorin Mariela Gómez Erro ausgewählten Werke vorstellen werden.

In diesem ersten Abschnitt werden wir fünf argentinische Künstlerinnen kennenlernen: Patricia Indij, Adriana Perez, Laura López und Emilia Salgado aus der Provinz Buenos Aires, Mirta Córdoba aus Neuquén, Maria Elena Alisio aus Entre Ríos, Martha Chiarlo aus der Provinz Córdoba und Mariellage aus Frankfurt.

La piedra - acrilico sobre tela 60 x 120 -2013Martha Chiarlo

Martha Chiarlo: Aus Córdoba bringt sie Wachstum, Farbe und Erfahrungen

Jedes ihrer Werke erzeugt unvergleichliche Ambiente, die gleichwohl real sind, in denen prägnante Farben, Kontraste und Striche die Protagonisten sind. Jedes Element komponiert eindeutig ein Verständnis davon, was es heißt das menschliche zu erfassen und Geschichten voll mit argentinischem Leben zu erzählen, auch wenn dieses menschliche nicht in Erscheinung tritt. 

Urbanismo II 9,5 cm x 29,5cmKunstwerk:  Adriana Perez

Zu den farbenfrohesten Arbeiten gehören jene von ADRIANA PEREZ, die in ihren Bildern verschiedene „organische Formen“ und Bauhauskunst – Einflüsse präsentiert. Ihre Kunst gewährt einen Einblick in menschliche Sorgen und Nöte


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Kunstwerk: Laura López

Laura López, Poesie und Zeichnungen: Das Hauptthema in Lauras Arbeiten – die sich über eine breite Palette an Formaten erstrecken und Bilder, Objekte, Performances und poetische Texte umfassen – ist ihr Leben, das was sie umgibt und dessen Komplexität und Widersprüchlichkeit sie intensiv beobachtet. Sie arbeitet mit Tinten auf kleinformatigem Papier, welches sie anschließend auf Oberflächen aus unkonventionellen Materialen aufbringt, z.B. tranzparentes Nylon und  Leder.

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Emilia Salgado

Die Orte unterscheiden sich von Künstler zu Künstler und auch die Absenz und der Verfall sind unterschiedlich ausgedrückt. Die Fotos Emilia Salgados erzählen von dieser Leere, den romantischen „Ruinas“ („Ruinen)“, die schweigsame Landschaften komponieren, die gleichwohl zu uns sprechen wollen und uns eine Geschichte vermitteln wollen.

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Maria Elena Alisio: Erfahrungen, Stoffe und Arbeiten aus Entre Ríos.

In ihren Arbeiten kann man die Anstrengung, die Leidenschaft und das Abenteuer wahrnehmen. Eine Künstlerin die Orte bereist auf der Suche nach Inspiration. Jede ihrer Arbeiten wendet sich an die individuelle Vorstellung des Betrachters. Ihre Malerei befindet sich zwischen Tradition und Innovation, zwischen Hingabe und dem spontan-dynamischen.

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Patricia Indij

Patricia Indij: Aus Buenos Aires stellt sie ihre bunten Stoffe vor, Gefühle und viel Sensibilität.

Jeder ihrer Striche löst die Linie zwischen Form und Farbe auf. Ihre Pinselstriche lassen uns eintreten in ihre Welt, die von den innersten Gefühlen bewegt wird. Sie schafft verschiedene Orte in ihrem Werk, die uns auf unterschiedliche Wege führen, diese erhöhen uns auf solche Art, dass uns angezeigt wird, dass uns etwas von oben ruft.

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Mirta Córdoba: Ausdruck, Bewegung und Hingabe aus dem patagonischen Neuquén.

Ihre menschlichen Figuren führen uns zu einer Gesellschaft, in der wir verschiedene Aspekte sehen und wahrnehmen können: menschliche, wirtschaftliche, soziale und sentimentale. Ihre Malerei löst sich von der Realität, vom Alltäglichen, das ihre Identität prägt. Jede Spur, die ihr Wort begleitet, dient uns als Deklaration und mobilisiert uns, verführt uns dazu, uns hinzugeben und zu verstehen, was fernab unseres Umfelds passiert.

 

 

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Mariellage: Erfahrungen, Unsicherheiten und Heimweh nach Buenos Aires.

Wir wissen, dass viele Künstler in ihren Arbeiten die Darstellung von Geld vermeiden. Häufig wird es durch Substitute dargestellt, Gold, Brillianten, Silber, Schecks, Belege, selten aber direkt. Das Geld trägt eine schwere metaphorische Last, politisch, ökonomisch und sozial, wenn es den künstlerischen Raum betritt.

Im Werk von Mariellage integriert – desintegriert sich das Geld auf der bildlichen Oberfläche, wo es Berge und Flüsse Argentiniens verkörpert und außerdem den Betrachter nach Europa führt. Das ausgestellte Werk entstand von 2003 bis 2013 und wir können in ihm einen Dialog mit dem sehen, „was nicht da ist“, womit es aus seinem Umfeld und seinem Blickfeld verschwindet.

Argentinische Kunst in Deutschland

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Kunstwerk: Jose Galliano

Wir werden Fehlzeiten beobachten können, in denen die Natur verschwindet und die Handelnden sich angesichts des Schwindens der Landschaft in Einsamkeiten flüchten, gleichsam jenen JOSE GALLIANOS, der das Werk „Serie Miramar“ („Meerblick“) präsentiert. Seine ausgeprägte Sensibilität für ästhetische Ausdrücke hat ihn zum Experimentieren in verschiedenen Disziplinen veranlasst, wodurch er ein reichhaltiges und umfassendes Werk geschaffen hat.


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Kunstwerke: Roberto Giusti 

Roberto Giusti zeigt mit phantasmagorischen Fotografien, mit Bildern die den haarsträubendsten Alpträumen entlehnt sind.

Gustavo Damelio

 Gustavo Damelio

Abwesenheit ist ein Fehlen, ein Mangel, ein Nachtrauern den Personen (Sein Vater war Lastwagenfahrer) oder Dingen, die nicht an ihrem angestammten Platz sind. Dieses nostalgische Gefühl projeziert er auf die Fahrzeuge, die ein Teil der Landstraße waren, die Lastwagen des GUSTAVO DAMELIO. Er stellt Werke vor, in denen sich direkt die Realität und Sehnsüchte der reisenden Menschen spiegeln.

Diálogo 1: Pide al espejo que hableKunstwerke: Juan Manuel Jalil

Der Mangel und das Vermissen eines Zukunftsprojekts spiegeln sich im Werk Juan Manuel Jalils. Sein Stilmittel ist der Surrealismus. Jede Person versucht in ihren Träumen Signale oder Zeichen zu finden, die oft unrealistisch oder unklar sind.

Werke von Fernando Evangelista

Kunstwerk: Fernando Evangelista

Die Arbeiten des bildenden Künstlers FERNANDO EVANGELISTA sind inspiriert von der argentinischen Literatur, speziell von den Schriften Jorge Luis Borges‘. Borges bildet das Idealbild des Mannes ab, der am Ufer des Rio de la Plata lebt und er schafft eine Mystik, eine literarische Mythologie. Der Mann des Borges wird auf seine Anfänge reduziert, auf sein einfaches menschliches Wesen.

Im Folgenden wird Fernando Evangelistas Mensch erhöht auf eine mythologische Stellung, da sein einfaches Leben ein höheres, transzendentes Ziel hat, in dem nicht nur seine Individualität angesprochen wird, sondern auch sein menschliches Dasein durch das Erlangen des Bewusstseins, dass seine Existenz ein letztes Ziel ausdrückt: Den Mut. Auch wenn diese Situation dazu führt, dass sie ihn das Leben kostet, in einem Kampf, der heißen könnte: Kreolisches Fechten.

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All ihre Arbeiten repräsentieren die zeitgenössische argentinische Kunst, in ihren unterschiedlichen Disziplinen und durch verschiedene Perspektiven. Jede einzelne der Künstlerinnen stammt aus einer anderen Ecke Argentiniens, aber sie eint ein Verbindungs- und Kontaktpunkt: „Die Natur als Erlebnisträgerin“.

Im Hinblick auf die Sprache der Malerei, die Farbe und die Stoffe bis hin zu den Stunden an Arbeit, Hingebung und Engagement, kreiert jede der Künstlerinnen unglaubliche Werke, von einzigartiger zeitgenössischer Schönheit, zusammengesetzt aus eine ungezählten Anzahl an Motiven. Jedes Werk führt uns zur Kontemplation und dazu, uns Fragen zu stellen, die den Besucher  gut und gerne, noch lange nach den Ende der Ausstellung beschäftigen können. Zugleich entsteht eine zeitweise Bindung zwischen Schaffendem und Betrachter, die zu beobachten ist im Moment in dem dieser vor dem Werk verweilt und den magischen Raum, die „Kunstaustellung“, auf sich wirken lässt.

Jedes Werk dieser Ausstellung spiegelt soziale und menschliche Aspekte wider, wie die Gefühle, die Fragen an das Umfeld herausfordern und was dazu führt, dass jede der Künstlerinnen besonders ist.

Die Kunst erweckt Sensibilität und Neugier, überbringt Erfahrungen, zeigt Geschichten des Lebens, was sie besonders macht und es allen Beteiligten erlaubt, intellektuell zu wachsen.

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